OMI-Jugend Kirchberg

Wir schreiben das Jahr 2008 nach Christi Geburt und der christliche Glauben verliert immer mehr an Wert und Zustimmung. Leben aus dem Glauben wird für alle Christen in der Diaspora zu einer Herausforderung, die traurig machen kann. Oh! Entschuldigung! Sagte ich 'für alle'? Nicht doch. Eine kleine Gemeinde in Kirchberg begibt sich auf den Pfad Gottes. In dieser Gemeinde nun lebt die Pfarrjugend, die sich am 5. Oktober 2008 der Gemeinschaft der Oblatenjugend angeschlossen hat.

Gründung der OMI-Jugend Kirchberg 2008

Wie kam es nun eigentlich zu dieser Entscheidung?

Nachdem wir bereits einige Seelsorger aus dem Orden der makellosen Jungfrau Maria in Kirchberg hatten, kam für uns die Zeit, da wir ein engagiertes Gemeindemitglied und einen guten Freund aus unseren Reihen verabschieden mussten. Er hatte sich für den Weg des Priestertums entschieden, den er mit dem schon erwähnten Orden gehen wollte - wofür wir ihm auch an dieser Stelle nochmals alles Gute wünschen.

Verändert nach Hause

Wohl eher um diesen Freund zu besuchen, und weniger aus anderen Gründen, entschlossen wir uns im September 2006 zu den Mazenodtagen zu fahren. Begeistert von der Gemeinschaft im Glauben, kamen wir alle verändert nach Hause zurück. Plötzlich hatten wir das, was uns schon seit langem gefehlt hatte: eine bessere Verbindung zu Gott. Es folgten weitere Veranstaltungen in Hünfeld, wie auch Regionaltreffen, zu denen wir uns nicht motivieren mussten, sondern zu denen jeder gerne mitfahren wollte.

Immer wieder wurden wir dabei von den Patres der Oblaten angesprochen, ob wir nicht auch eine OMI-Jugend in Kirchberg gründen wollen. Lächelnd verneinten wir diese Idee und dachten wohl, welch sinnlose Utopie dies bei uns wäre. Mit der Zeit häuften sich die Veranstaltungen und nebenbei auch die neuen Freundschaften. Unsere neue Beziehung zu Gott -in Gebet und Lobpreis- ergriff uns alle stark und wir wollten dies unserer Gemeinde nicht vorenthalten.

Können wir nicht eine OMI-Jugend gründen?

Langsam aber sicher hat sich unsere Jugendgruppe neu entwickelt, es wurden Themen in der Jugendstunde behandelt, anstatt nur faul herum zu sitzen; es wurden thematische Wanderungen mit den Kindern der Gemeinde organisiert und unser allgemeines Engagement am Gemeindeleben stieg enorm. Letztlich war es zu Ostern 2008, als wir wieder einmal in Hünfeld weilten, wo nicht die Oblatenpatres, sondern wir fragten: Können wir eine OMI-Jugend Kirchberg gründen? Sofort wurde diese Idee aufgegriffen und die nötigen Absprachen getroffen.

Wir brachten unsere Bedenken vor und auch von Seiten des Ordens war es etwas total Neues. Bisher gab es die OMI-Jugend nur im Anschluss an ein Oblatenkloster. In Kirchberg steht jedoch kein solches. Es ist ein Novum, dass sich eine Jugendgruppe, die nicht direkt an ein Kloster angebunden ist, sich entschließt, den Spuren Eugen von Mazenod´s zu folgen. Irgendwie haben wir alles unter einen Hut bekommen und es wurde relativ schnell ein Termin zur Gründung festgelegt.

Eine neue Erfahrung

Nach langen Vorbereitungen und viel Stress war es dann im Oktober 2008 endlich soweit. Mit göttlicher Hilfe und Unterstützung der schon bestehenden OMI-Jugenden aus Hünfeld und Borken/Burlo feierten wir gemeinsam die Gründung in einem festlichen Gottesdienst in unserer Pfarrkirche. Dieser war nicht nur für die Gemeinde etwas vollkommen anderes, nein auch für uns war es ein Neuanfang. Pater Stephan Möllmann OMI machte uns klar, dass es jetzt erst richtig los geht. In diesem Sinne möchten wir auch allen Mitchristen in unserer Region für die Unterstützung danken, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre. In besonderem Maße sei hier die katholischen Pfarrjugend Aue erwähnt.

Wie geht es jetzt weiter?

kath. Jugendliche aus Arras (Frankreich) zu Besuch in Kirchberg

In Zukunft trifft sich unsere OMI-Jugend jeden dritten Freitag im Monat, wobei ein Thema behandelt wird, welches entweder von Jugendlichen oder von Jugendseelsorgern der Oblaten vorbereitet wird. Unser Anliegen ist den Glauben an Jesus Christus und das Vertrauen auf seinen Heiligen Geist in unserer Pfarrei, aber auch in unserer Region am Leben zu halten und weiter zu stärken. Als OMI-Jugend hoffen wir unseren Teil zu einer aktiven und in Christus verbundenen Dekanatsjugend und einem vom Heiligen Geist entzündetem christlichen Leben beitragen zu können. 

So wie die Oblatenjugend ein Licht für uns war, welches uns neu entfacht hat, so wollen wir diese Lichterkette nicht unterbrechen und auch für suchende Menschen ein Licht sein. Wer sich für unseren Glauben interessiert oder einfach mal vorbei schauen möchte, ist herzlich eingeladen. Wir freuen uns über jeden.

Informationen und aktuelle Termine gibt's www.maria-friedenskoenigin.de/jugend/

Fotos: Steffen Wenke und privat