Mehr als nur eine Fangemeinde

 

Die Welt hat Fieber: Fußballfieber. Auch Klöster bleiben davon nicht verschont. Fußball ist ein Thema, dem man sich kaum entziehen kann. Das hat schon etwas Faszinierendes: Der Fußball verbindet tatsächlich viele Menschen über soziale Unterschiede, über Sprachen und Grenzen hinweg, arm und reich, Gebildete und einfache Menschen, alt und jung, sportlich oder nicht - die unterschiedlichsten Menschen fiebern gemeinsam vor den großen Leinwänden auf den Fan-Meilen, freuen sich, leiden miteinander. Was da entsteht, ist schon ein ganz eigenartiges, tiefes Gemeinschaftsgefühl. Man ist Teil eines großen Ganzen. Und das ist ein gutes Gefühl.

Und doch darf man sich auch nichts vormachen: Wenn  das Finale vorbei ist, wenn der Alltag wieder anfängt, dann ist dieses Gemeinschaftsgefühl auch ganz schnell wieder verflogen. Gemeinschaft, die der Fußball stiftet, hört mit dem Fußball, mit dem Abpfiff am Ende auch wieder auf. Das ist nichts, was wirklich trägt.

Im Gegensatz zur kurzfristigen Gemeinschaft auf der vor der Großbildleinwand, verbindet die Gemeinschaft der Christen nichts Kurzlebiges.

Mit anderen Worten: Das, was uns als Christen verbindet, was unsere Gemeinschaft stiftet, hat einen Namen: Jesus Christus. Aber anders als der Fußball, bei dem wir, bei aller Begeisterung, bei aller Anteilnahme, am Ende immer nur unbeteiligte Zuschauer bleiben, macht uns Christus, dem wir in seinem Wort und in der Eucharistie begegnen zu Mitspielern, zu Beteiligten. Hier erleben wir eine Art von Gemeinschaft, die viel tiefer geht, die uns von innen her verwandelt. Hier geht es um viel mehr als um eine tolle Stimmung, die nach ein paar Tagen wieder vorbei ist. Christus schenkt uns eine Gemeinschaft, die bleibt. Weil er sich selbst uns schenkt.

 

Zum Nachdenken

Lasse ich mich von Jesus verändern?

Hat mein Glaube Auswirkung auf meinen Alltag?

 

Zugabe

Nicht nur für Fußballbegeisterte hat eugenspiegel.org, der Blog der OMI-Jugend in Burlo einen schönen Desktophintergrund gestaltet. Hier geht´s zum Download:http://eugenspiegel.org/?attachment_id=389