Die Gabe der Weisheit

Die Kirche spricht von den sieben Gaben des Heiligen Geistes, eine davon die die Weisheit.

Ein Mensch, der viel weiß und viel kann, ist nicht automatisch weise. Weise ist, wer mit einem klaren Blick die Oberfläche der Selbstverständlichkeit durchdringt. Die Gabe der Weisheit stört unseren gewohnten Blick, entlarvt unsere festgefahrenen Vorurteile und lässt uns unsere selbstsüchtigen Züge durchschauen. Auf die Blendungen der Welt und die Wichtigtuereien fällt der weise Mensch nicht herein. Er weiß zwischen den Geistern der Welt zu unterscheiden und ist offen für das Größere, für das Ewige. Der verzerrte und eingeengte Blickwinkel wird durch die Gabe der Weisheit aufgebrochen: Ich kann mich in einem guten Sinn relativieren, d.h. in Relation zu Gott setzen. Das macht mich gelassen gegenüber allem, was sich aufplustert in dieser Welt, auch gegenüber mir selbst und meinen überzogenen Erwartungen.

 

Zum Nachdenken

Die Gabe der Weisheit bringt mich ins Staunen.

Über was kann ich noch staunen? Für was bin ich dankbar?

Bin ich im alltäglichen Geschehen offen für das Geheimnis des Lebens?

Für was wollen wir uns als christliche Gemeinde in Zukunft stark machen?