Das Projekt

Würdiges Leben in Macharety

Ein Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität im Chaco/Paraguay

In Macharety, einem Dorf im nördlichen Teil des Chaco, leben etwa 1000 Menschen. Sie gehören zum Stamm der Guaraní, d.h. sie sind so genannte Indígenas, Ureinwohner (Indianer) Paraguays. Ein Großteil der Dorfbevölkerung sind Kinder und Jugendliche.

Eine Besonderheit im Leben der Guraní ist, dass es keine Privatgrundstücke gibt. Das gesamte Land gehört der Dorfgemeinschaft. Intern wird das Land nach Bedarf aufgeteilt. Das bedeutet, dass niemand sein Land an Außen-stehende verkaufen kann. Das Land bleibt so immer der Gemeinschaft erhalten. Dass das so ist, ist auch der katholische Kirche und den Oblatenmissionaren zu verdanken, die sich für entsprechende Landgesetze eingesetzt haben. Lange Zeit mussten die Indígenas um ihr eigenes Land kämpfen. Erst 1983 konnten sie ihre berechtigten Interessen durchsetzen, was dem besonderen Einsatz von Pater Josef Seelwische OMI und anderen hilfsbereiten Menschen zu verdanken ist.

Schwierigkeiten

Obwohl die Landfrage geklärt ist und die Dorfgemeinschaft einige Anstrengungen unternommen hat, die Lebensumstände zu verbessern, sehen sich die Menschen von Macharety zahlreichen Problemen ausgesetzt.

Eine ihrer größten Sorgen ist die Tatsache, dass viele, vor allem junge Menschen das Dorf verlassen. Der Staat hat sich Jahrzehnte lang praktisch nicht um die Menschen gekümmert, deshalb sind sie auf Eigeninitiative angewiesen. Es gibt eine Kirche, eine Schule, eine kleine Erste Hilfe Station, aber die Verkehrswege sind schlecht ausgebaut und in der Regenzeit ist der Ort praktisch unerreichbar. In Macharety fehlt es an ausreichenden Arbeitsplätzen – hinzu kommt die Tatsache, dass viele Bewohner nur über eine ungenügende Ausbildung verfügen. Die weiterführende Schule vor Ort, die seit diesem Jahr existiert, muss ihren Unterricht in den Räumen der Grundschule abhalten, weil keine geeigneten eigenen Klassenräume zur Verfügung stehen.

Die Menschen von Macharety brauchen Ihre Unterstützung für:

1. … den Bau von Klassenräumen und die Erweiterung der Bibliothek

„ Unser Ziel ist eine gute Ausbildung und menschliche Reifung der Jugendlichen in ihrer eigenen Stammesgemeinschaft, damit sie nicht entwurzelt werden und ihre Identität verlieren.“ (Bischof L. Alfert OMI)

2. …die Verbesserung der Trinkwasserversorgung

In der Gegend von Macharety regnet es oft fünf bis sechs Monate nicht. Das Wasser in den Brunnen ist sehr salzig, deshalb ist man auf das Sammeln von Regenwasser angewiesen. Die vorhandenen Zisternen für fachgerechte Konservierung reichen nicht aus und es müssen dringend neue errichtet werden.

3. ... die Errichtung von Sanitären Anlagen

Aufgrund nicht ausreichender sanitärer Einrichtungen ist die Hygiene in Macharety mangelhaft. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern und Krankheiten zu verhindern, müssen dringend Toiletten und Duschen errichtet werden.

 

Einige Aktionen

Deine Talente sind gefragt

Mariengarden setzt seine Talente für ein Missionsprojekt ein. Kollekte einmal anders! Die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Mariengarden staunten nicht schlecht, als jeder Einzelne im Schulgottesdienst zum Fest des Hl. Ordensgründers Eugen von Mazenod einen Fünf-Euro-Schein in die Hand gedrückt bekam: wird doch für gewöhnlich in der Kirche Geld gesammelt und nicht verteilt. Jetzt gilt es, bis zu den Sommerferien seine „Talente“ einzusetzen , um daraus etwas zu machen...

Zur Zeit von Julius Cäsar vor über 2000 Jahren brachte es der reichste Römer Marcus Crassus angeblich auf 7100 Talente. Eine stattliche Summe: konnte man doch für nur ein Talent gut und gerne ein ganzes Segelschiff kaufen! Das „Talent“, ursprünglich zunächst eine Gewichtseinheit, in der auch Gold und Silber aufgewogen wurden, war die oberste Maßeinheit im antiken Währungssystem und ein Reichtum, an den einfache Bürger zeit ihres Lebens nicht gelangen konnten. Das gilt wohl auch für die Zuhörer, denen Jesus – so berichtet das Evangelium– die Gleichnisgeschichte von einem reichen Mann erzählt, der seinen Knechten z.T. gleich mehrere Talente zur Verwaltung übereignet: große Verantwortung und Vertrauensbeweis in einem. Zwei von ihnen gelingt es schließlich, das anvertraute Vermögen um das Doppelte zu vermehren ...

Das biblische Gleichnis, auf das das heutige Wortverständnis im Sinne von „Begabung“ zurückgeht,  bildete am Mittwoch den Hintergrund zum Auftakt der „Talente-Aktion“ der Oblatenmissionare (OMI)  für die Unterstützung von einem Missionsprojekt in Lateinamerika.

In seiner Predigt berichtete Schulseelsorger Pater Felix Rehbock OMI aus dem Leben seines Ordensgründers, der seine von Gott geschenkten „Talente“ für die Armen dieser Welt einsetzen wollte. In Anlehnung an das biblische Gleichnis bat er dann Schüler und Lehrer,  ebenfalls ihre Talente – wie Eugen von Mazenod – einzusetzen – und gab den verdutzten Schülern und Lehrern prompt bares Geld in die Hand.  „Jeder hat eine Fähigkeit, aus der sich etwas machen lässt. Lasst euch etwas einfallen!“, ermutigte der umtriebige Schulseelsorger, dem es stets wichtig ist, das Glaube und Evangelium immer praktisch erfahrbar werden.

Für die Aktion setzten die Oblatenmissionare in Burlo 4.100 Euro frei. Bis zu den Sommerferien können nun alle Beschenkten ihre Begabungen einsetzen und die 5 Euro vermehren. Das erwirtschaftete Geld wird für das Jahresprojekt, die Unterstützung eines  armen Indianervolks im Grand Chaco, Macharety-Paraguay, verwendet. Dieses Projekt wir unter anderem in Mittelpunkt der Religiösen Schulwoche zum Thema „Mission“ im September stehen. Zeitgleich läuft die „Talente-Aktion“ bei der OMI-Jugend, der Jugendorganisation der Oblaten,  in Hünfeld und Mainz an.

Für die Schüler und Lehrer kommt es nun darauf an, ihre Talente kreativ einzusetzen. Erste Ideen waren schnell geboren. „Wir könnten mit selbstgemachtem Eis oder Kuchen an den Start gehen“, überlegten spontan zwei Schülerinnen. Andere wollen auf ihr handwerkliches Geschick setzen und Selbstgebasteltes anbieten, weitere planen den Ankauf von CD-Rohlingen, um ihr musisches Talent auf diese CDs und diese dann an dem Mann zu bringen...

Es ist also einiges zu erwarten und so hoffen alle Beteiligten auf spannende Erlebnisberichte.

„Sicherlich kann man mit etwas Phantasie und guten Ideen auch mit nur 5 Euro Startkapital einiges Geld gegen die Armut des Indianervolk erwirtschaften. Aber das ist nur die eine Seite der Aktion“, betont der Oblatenmissionar P. Felix den doppelten Charakter. Rendite sei nämlich nicht alles. „Der wirkliche Gewinn der Talente-Aktion wird nicht in der Geldvermehrung liegen“, erklärt  er: „Die Talent - Aktion kann zum einen ein guter inhaltlicher Startschuss zur Rel. Schulwoche sein: es wäre schließlich toll, wenn es gelingt Menschen zu motivieren, sich uneigennützig für Eine-Welt-Projekte zu engagieren. Es kann aber ebenso einen enormen Schub für das Miteinander an der Schule geben. Das ist nicht in Euro aufzuwiegen!“

Und so seien die Talente auch hier im doppelten Sinne gemeint: Es gehe um die Wahrnehmung der gottgeschenkten Begabungen und die gemeinsame Entwicklung und den Spaß bei der Umsetzung der Ideen: gemeinschaftliches Denken und Handeln – und das alles auf Grundlage eines 2000 Jahre alten Textes und nach dem Vorbild  des Heiligen, dessen Bildnis die Burloer Schüler in Ihrer Schule täglich begegnen.

So fasste es auch der Schulseelsorger zusammen:

„Ihr seid von Gott beschenkt und begabt. Jeder kann etwas. Ein amerikanischer Schriftsteller hat mal gesagt „Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.“ . Es kommt nicht darauf an, wer der Tollste ist oder wer das meiste Geld erwirtschaftet. Ich wünsche mir vor allem, dass ihr mit diesem Geld Eure Talente sucht und entdeckt. Vergrabt es nicht ungenutzt. Setzt Eure Talente ein, im Sinne unserer Schulgemeinschaft und der Ureinwohner in Paraguay“.

Passionsspiel der Jugend

Jugendliche aus der Passionsspielgruppe, Steinau, Steinhaus und Marbach, sowie ein Teil der OMI-Jugend freuen sich in diesem Jahr in fünf verschiedenen Kirchen das neu überarbeitet Passionsspiel aufzuführen.

Das Wesentliche unsers Glaubens beruht auf den Ereignissen dieser Tage des Einzugs in Jerusalem, der Verhaftung, der Verurteilung, der Kreuzigung und schließlich der Auferstehung Jesu. Eindringlich wird vor Augen gestellt, dass Gott in Jesus Christus nicht pro forma Mensch geworden ist, sondern mit allen Konsequenzen. Er ist in seiner Menschwerdung bis zum Äußersten gegangen und hat alles Leid, alle Not, alle Bosheit der Menschen und allen Schmerz dieser Welt auf sich genommen. Ihm ist kein Leid und Schicksal mehr fremd. So bezeugt sich Gottes Liebe zu dieser Welt. Jesus Christus steht mit seinem Leben, Leiden und Sterben für das Wirken und Handeln eines liebenden Gottes.

Der Grundgedanke des Passionsspiels ist, die Passion nicht nur hören, sondern sie auch sehen und fühlen.Eindrucksvoll und bewegend stellten die Jugendlichen die Passion dar. Ein Spiel, das die Menschen immer wieder neu ergreift.Die jungen Menschen wollten nicht nur eine unter die Haut gehende Aufführung darbieten, wenn auch gleich ihre Mühe mit viel Beifall, Bewunderung und großzügigen Spenden honoriert wurde. Den Erlös der in der Klosterkirche gespielten Passion spendeten sie an das OMI-Helpprojekt

"Würdiges Leben in Macharety"

Ein Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität im Chaco/Paraguay der Oblatenmissionare.

Messdiener/innen arbeiten für Macharety

58 Messdiener und Messdienerinnen des Pastoralverbundes St. Benedikt Hünfelder Land  trafen sich gemeinsam mit den Klostermessdienern um eine Aktion für das OMI-Helpprojekt zu starten. Fleißig haben die Mädels und Jungs nicht nur Kerzen verziert, sondern  sogar selbst hergestellt. Diese werden am kommenden Osterwochenende in den Kirchen des Pastoralverbundes zum Verkauf angeboten. Der Erlös kommt dem OMI-Help Projekt, "Würdiges Leben in Macharety" zugute.