OMI-Kids Burlo unterstützen „Kuh-Bischof“
Wie in vielen anderen osteuropäischen Regionen, zählen die Menschen in Südrussland - genau die Gegend um die Stadt Marx an der Wolga und Saratow bis hinunter an die Grenzen der Kaukasus- Republiken - als Vergessene. Trostlosigkeit überall. Dörfer, in denen Alkohol, Prostitution, Armut und Gewalt zum Alltag gehören. Die katholische Kirche kann daran nichts ändern, aber der Bischof, viele Ordensleute und einige Priester versuchen den Menschen wieder ein Stück Hoffnung zu geben, Kraft, sich selbst aus dem Elend zu holen.
Die OMI Kids der OMI-Jugendbewegung der Oblatenmissionare aus Burlo wollen wieder einmal versuchen, der Kirche in Südrussland und den Menschen dort unter die Arme zu greifen. Sie wollen das "Kuhprojekt" unterstützen. Dieses "Kuhprojekt" ist mittlerweile sehr erfolgreich und Bischof Clemens Pickel ist vielerorts als "Kuh-Bischof" bekannt geworden. Das Projekt selbst läuft ganz unbürokratisch ab: Eine Kuh wird für 600 Euro angeschafft. In der Summe ist Futtergeld für das erste Jahr enthalten. Bei manchen Familien reicht das Geld auch noch für die Stallreparatur. In einem "Kuh-Vertrag" verpflichtet sich die jeweilige Familie, die Kuh für den eigenen Lebensunterhalt einzusetzen und die erste nachgeborene Kuh an eine bedürftige Familie weiterzugeben. Der Pfarrer oder eine andere Kontaktperson schreibt einen Bericht über die soziale Situation der Familie und fotografiert die Familie mit Kuh. Die Familie legt dem Bild ein Dankesschreiben bei und alles wird über den "Kuh-Koordinator", den Pfarrer vor Ort an die Spender geschickt.
Die OMI-Kids haben sich durch die Infos von Pater Felix Rehbock OMI mit der Situation der Bevölkerung und er katholischen Kirche dort in Südrussland auseinandergesetzt. Das katholische Bistum, im südeuropäischen Teil Russlands ist vier Mal größer als Deutschland, erstreckt sich über zwei Zeitzonen und hat ca. 43 Millionen Einwohner, darunter 50.000Katholiken. In den 59 staatlich registrierten Gemeinden wirken 40 Priester aus neun Ländern der Welt. Der Gesundheitszustand der Bevölkerung ist sehr schlecht. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist niedrig. Zudem verzeichnet Russland die höchste Kindersterblichkeitsrate in Europa.
Immer wieder überlegten die OMI-Kids wie sie in so einer Situation helfen können. Aber die Erkenntnis bleibt, nur von Zeit zu Zeit ein bisschen Taschengeld oder Geld für Medizin, Kleider oder Geschenke, das ist nicht wirklich eine Perspektive für diese Menschen vor Ort. So gut die Aktionen auch sind, alles ist und bleibt zu wenig. Hier ein Beispiel: Vater, Mutter, 4 Kinder. Der Vater arbeitet 1600 km von Marx, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen, er kommt nur alle paar Jahre nach Hause, sein jüngstes Kind hat er noch nie gesehen. Die Mutter nimmt Gelegenheitsarbeiten an. Die Kinder sind durchweg blass, krank und wachsen nicht normal, weil sie zu wenig zu essen haben und die Wohnung völlig feucht ist. Im Hof gibt es einen Stall, den man mit geringem Aufwand winterfest machen kann. Solche Beispiele und noch viel härtere Fälle sind dort "Alltag" bzw. "NORMAL". Die Omi-Kids wollen so eine "Kuh-Partnerschaft" übernehmen und somit ermöglichen, dass Familien eine Kuh und somit Milch, Käse und Butter hätten und evt. diese Waren auch verkaufen könnten. Dies ist eine Hilfe zur Selbsthilfe und nicht nur "ein Tropfen auf den heißen Stein". Die OMI-Kids und der Oblatenpater Felix Rehbock OMI wollen - durch diese Aktion - dem Evangelium ein Gesicht geben.
ERGEBNIS: 10.200 Euro das sind 17 Kühe




