Aktionen

Mit über 200 Jugendlichen in unserer Jugendarbeit in Burlo lässt sich einiges bewegen. Hier gibt es einen Überblick über das, was in den letzten Jahren in Burlo gelaufen ist. Schau mal rein...

Deine Talente sind gefragt

Mariengarden setzt seine Talente für ein Missionsprojekt ein. Kollekte einmal anders! Die Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums Mariengarden staunten nicht schlecht, als jeder Einzelne im Schulgottesdienst zum Fest des Hl. Ordensgründers Eugen von Mazenod einen Fünf-Euro-Schein in die Hand gedrückt bekam: wird doch für gewöhnlich in der Kirche Geld gesammelt und nicht verteilt. Jetzt gilt es, bis zu den Sommerferien seine „Talente“ einzusetzen , um daraus etwas zu machen...

Zur Zeit von Julius Cäsar vor über 2000 Jahren brachte es der reichste Römer Marcus Crassus angeblich auf 7100 Talente. Eine stattliche Summe: konnte man doch für nur ein Talent gut und gerne ein ganzes Segelschiff kaufen! Das „Talent“, ursprünglich zunächst eine Gewichtseinheit, in der auch Gold und Silber aufgewogen wurden, war die oberste Maßeinheit im antiken Währungssystem und ein Reichtum, an den einfache Bürger zeit ihres Lebens nicht gelangen konnten. Das gilt wohl auch für die Zuhörer, denen Jesus – so berichtet das Evangelium– die Gleichnisgeschichte von einem reichen Mann erzählt, der seinen Knechten z.T. gleich mehrere Talente zur Verwaltung übereignet: große Verantwortung und Vertrauensbeweis in einem. Zwei von ihnen gelingt es schließlich, das anvertraute Vermögen um das Doppelte zu vermehren ...

Das biblische Gleichnis, auf das das heutige Wortverständnis im Sinne von „Begabung“ zurückgeht,  bildete am Mittwoch den Hintergrund zum Auftakt der „Talente-Aktion“ der Oblatenmissionare (OMI)  für die Unterstützung von einem Missionsprojekt in Lateinamerika.

In seiner Predigt berichtete Schulseelsorger Pater Felix Rehbock OMI aus dem Leben seines Ordensgründers, der seine von Gott geschenkten „Talente“ für die Armen dieser Welt einsetzen wollte. In Anlehnung an das biblische Gleichnis bat er dann Schüler und Lehrer,  ebenfalls ihre Talente – wie Eugen von Mazenod – einzusetzen – und gab den verdutzten Schülern und Lehrern prompt bares Geld in die Hand.  „Jeder hat eine Fähigkeit, aus der sich etwas machen lässt. Lasst euch etwas einfallen!“, ermutigte der umtriebige Schulseelsorger, dem es stets wichtig ist, das Glaube und Evangelium immer praktisch erfahrbar werden.

Für die Aktion setzten die Oblatenmissionare in Burlo 4.100 Euro frei. Bis zu den Sommerferien können nun alle Beschenkten ihre Begabungen einsetzen und die 5 Euro vermehren. Das erwirtschaftete Geld wird für das Jahresprojekt, die Unterstützung eines  armen Indianervolks im Grand Chaco, Macharety-Paraguay, verwendet. Dieses Projekt wir unter anderem in Mittelpunkt der Religiösen Schulwoche zum Thema „Mission“ im September stehen. Zeitgleich läuft die „Talente-Aktion“ bei der OMI-Jugend, der Jugendorganisation der Oblaten,  in Hünfeld und Mainz an.

Für die Schüler und Lehrer kommt es nun darauf an, ihre Talente kreativ einzusetzen. Erste Ideen waren schnell geboren. „Wir könnten mit selbstgemachtem Eis oder Kuchen an den Start gehen“, überlegten spontan zwei Schülerinnen. Andere wollen auf ihr handwerkliches Geschick setzen und Selbstgebasteltes anbieten, weitere planen den Ankauf von CD-Rohlingen, um ihr musisches Talent auf diese CDs und diese dann an dem Mann zu bringen...

Es ist also einiges zu erwarten und so hoffen alle Beteiligten auf spannende Erlebnisberichte.

 „Sicherlich kann man mit etwas Phantasie und guten Ideen auch mit nur 5 Euro Startkapital einiges Geld gegen die Armut des Indianervolk erwirtschaften. Aber das ist nur die eine Seite der Aktion“, betont der Oblatenmissionar P. Felix den doppelten Charakter. Rendite sei nämlich nicht alles. „Der wirkliche Gewinn der Talente-Aktion wird nicht in der Geldvermehrung liegen“, erklärt  er: „Die Talent - Aktion kann zum einen ein guter inhaltlicher Startschuss zur Rel. Schulwoche sein: es wäre schließlich toll, wenn es gelingt Menschen zu motivieren, sich uneigennützig für Eine-Welt-Projekte zu engagieren. Es kann aber ebenso einen enormen Schub für das Miteinander an der Schule geben. Das ist nicht in Euro aufzuwiegen!“

Und so seien die Talente auch hier im doppelten Sinne gemeint: Es gehe um die Wahrnehmung der gottgeschenkten Begabungen und die gemeinsame Entwicklung und den Spaß bei der Umsetzung der Ideen: gemeinschaftliches Denken und Handeln – und das alles auf Grundlage eines 2000 Jahre alten Textes und nach dem Vorbild  des Heiligen, dessen Bildnis die Burloer Schüler in Ihrer Schule täglich begegnen.

So fasste es auch der Schulseelsorger zusammen:

„Ihr seid von Gott beschenkt und begabt. Jeder kann etwas. Ein amerikanischer Schriftsteller hat mal gesagt „Die Wälder wären sehr still, wenn nur die begabtesten Vögel sängen.“ . Es kommt nicht darauf an, wer der Tollste ist oder wer das meiste Geld erwirtschaftet. Ich wünsche mir vor allem, dass ihr mit diesem Geld Eure Talente sucht und entdeckt. Vergrabt es nicht ungenutzt. Setzt Eure Talente ein, im Sinne unserer Schulgemeinschaft und der Ureinwohner in Paraguay“.

Spielerische Förderung der Teamfähigkeit

Von Mitte April bis Mitte März ging es in Burlo kreativ daher:

Acht Spiele wurden unter der Aufsicht von Pater Felix und mit dem Material, das die Oblaten in Burlo zur Verfügung gestellt hatten, in den OMI-Gruppen gebaut – Gemeinschafts- und Geduldsspiele, Spiele für drinnen und draußen, größere und kleinere Spiele. Pater Felix, der sich auf den Bau von Spielgeräten spezialisiert hatte, hatte die Kinder und Jugendlichen zuvor in die Holzbearbeitung und in andere technische Problematiken der einzelnen Spiele eingeführt und außer einer kleinen Beule inklusive Bluterguss, sind keine weiteren Verletzungen aufgetreten. Durch den Bau der Spiele ist unter anderem die Teamfähigkeit und das Fingerspitzengefühl gefördert und verbessert worden, aber auch der Spaß an der ganzen Sache kam nicht zu kurz. Christoph Z. und Martin P. zum Beispiel waren von dem Projekt sehr begeistert und waren stolz auf ihre getane Arbeit. Sophie B. bringt noch einen weiteren Aspekt mit hinein: „Durch unsere Arbeit haben wir fast 3000 € eingespart, denn das hätte es gekostet, wenn wir alle diese Spiele gekauft hätten.“ So kann man doch sagen, dass der Bau dieser Spiele eine Menge positiver Punkte beinhaltet hat. Die angefertigten Spiele (wie die Pipeline z.B. oder das heiße Rohr) werden in vielerlei Hinsicht eingesetzt: in den Gruppenstunden der OMI-Kids und der OMI-Jugend, während der TRO (Tage religiöser Orientierung), bei der Messdienerarbeit und der von Pater Felix angebotenen Firmvorbereitung, und, last but not least, bei den Jugendgruppen des Gästehauses Mariengarden. Die Spiele sollen sowohl die Teamfähigkeit und die Kooperation fördern, als auch die Kommunikation und das Sozialverhalten untereinander.

Warum Erlebnispädagogische in unserer Jugendarbeit?

Dadurch lassen sich religiöse Werte und Verhaltensweisen in besonderer und lebendiger weise deutlich machen und der Botschaft Jesu auf den Grund kommen. Begeisterungsfähigkeit und Motivation, das Erlernen der Teamfähigkeit, der Umgang mit Konflikten sind eindeutig wichtige Elemente eines Menschen, der in der Kirche als Christ in diese Welt von Gott gesandt ist. So wird Sendung und Nachfolge auf spielerische Art und Weise vermittelt und transparent.  

         (Helen Böing)

Bau einer Pipeline

Eine Pipeline (Rohrleitung) dient dem Transport von Kugeln in Gemeinschaft. Es ist ein Lernprojekt mit viel Action.

Teamentwicklung: An Schnittstellen kommunizieren, Verantwortung übernehmen, kooperieren.

Arbeiten: Mit Stress umgehen, zielorientiert arbeiten, Umgang mit Regeln.

Geduldspiel im Großformat

Das klassische Geduldspiel im Großformat erzielt  einen hohen Spaßfaktor. Die Gemeinschaft bringt die Kugeln bzw. Tennisball sicher ins Ziel. Hoher Spaßfaktor.

Teamentwicklung und Arbeit: Teamfähigkeit, Spannung aushalten, Zielentwicklung, Geduld üben, Fingerspitzengefühl.

Heißes Rohr

Gemeinschaft gelingt, wenn alle sprichwörtlich „an einem Strang ziehen“ . Gemeinsam von der ganzen Gruppe koordiniert einen Ball mit Hilfe des „flotten Rohrs“ aufheben und zu einem Zielort transportieren.  Erschwert wird es durch die Variante: wenn alle bis auf ein „Führungsteam“ die Augen verbunden haben.

Teamentwicklung und Arbeit: Kooperieren, kommunizieren, konzentrieren, fokussieren.

High Tower

8 Bauklötze gilt es in Gemeinschaft zu einem high Tower aufeinander zu stellen.  Dies ist möglich mit der Steuerung eines von allen zu bedienenden Krans. Die spezielle Bauweise der Bauklötze und der komplizierten Seilkonstruktion erlaubt keine hektischen und unkoordinierten Handlungen.

Teamentwicklung und Arbeit: Effektives kommunizieren, aktiv zuhören, erarbeiten von gemeinsamen Regeln, unter Zeitdruck planvolles Vorgehen.

Navigator

Gemeinsam wird durch ein durch Schnüren befestigter Stift zum Ziel manövriert. Ein eingespanntes Blatt Papier auf der Grundfläche bietet Platz für ein Labyrinth oder einen Ort auf dem die Gruppe gemeinsam ein Wort schreiben oder ein Bild malen kann. Hier lernt man „Federführung“ zu beherrschen. Besonders wenn die Variante mit verbundenen Augen und einem Führungsteam gewählt wird.

Teamentwicklung und Arbeit: Namen lernen, kooperieren, kommunizieren, zielorientiert handeln, Nervenkitzel

Im Mittelpunkt stand die Rose

Zwei Gruppen der OMI-Kids in Mariengarden, schenkten der Bevölkerung in Burlo Rosen. Nicht einfach so, sondern die OMI-Kids aus Burlo haben sich von der Geschichte der Hl. Elisabeth anregen lassen. "Natürlich ist die Rose nur ein kleines, äußeres Zeichen - ein Symbol, aber wir möchten..."  [...mehr] 

XXL-Fastenhungertuch

Nächstenliebe in Zeiten der 'Krise'

Keine Nachrichtensendung kommt derzeit ohne das Modewort 'Krise' aus. Andere Wörter dagegen kommen aus der Mode oder drohen sogar auszusterben: 'Fasten' ist so ein Wort: Es lebt inzwischen auf den Diätseiten der Illustrierten oder im Programmheft der Volkshochschule. Ein noch stärker bedrohtes, weil aus dem Alltag weitgehend verschwundenes Exemplar dürfte der Begriff 'Barmherzigkeit' sein. Beiden Worten haben Jugendliche aus Burlo mit Ihrer diesjährigen Fastenprojekt neues Leben... [mehr]

 

 

Miles for more

Von Burlo nach Russland. Ein Spendenlauf

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Leben mit Behinderung

OMI-Gruppen im Selbsterfahrungsexperiment zum Thema "Behinderung".

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Laudato si!

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Kreuzweg der Jugend

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Erschreckende Unwissenheit

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